Lagerräumung: Guttenberg-Witze … Alles muss raus!
99 Cent das Kilo, für Selbstabholer gratis
Rücktritte im konservativen Lager erfreuen immer und scheinen grade in Mode zu sein. Guttenberg, Politstar a.D., hat sich aus Merkels Artistentruppe verabschiedet. Darüber sind natürlich nicht alle Menschen im Lande froh. Die BILD-’Zeitung’ hatte schon eigene Pläne mit Guttenberg, Kerner polierte mit ihm seine Quoten auf (oder umgekehrt) und die Nasen aus der Jungen Union heulen sowieso jedesmal wenn Konservative Schlagseite kriegen. Nicht zu vergessen unsere uniformierten und bewaffneten Aufbauhelfer, für die Guttenberg sowas wie ein soldatisches Idol war. Sie werden mit Kriegsfilmen aus Hollywood entschädigt, das sollte reichen.
Dabei hatte der Freiherr KTvuzG nach seiner Entdeckung im Bundestag doch alles getan um seiner adeligen Abstammung gerecht zu werden. Getreu jahrhundertealter Tradition lebte er stets gut und gerne von Besitztümern die er nicht erwirtschaftet hat und schmückte sich mit Federn, die jemandem auszurupfen er sich auch noch zu fein war. Denn was echter Adel ist braucht sich nicht selber die Finger schmutzig zu machen. Ein paar Dukaten am rechten Fleck fallen gelassen und schon findet sich ein Helferlein und seine Hoheit darf derweil im Rampenlicht glänzen.
Dr. jur. Freiherr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Was selbst für politische Rechtsaussen fast obszön klingt war bis vor kurzem noch eine Marke. Obschon er selbst als Wirtschaftsminister mit angeblichen Kompetenzen prahlte, bei denen es sich um einfache Studienpraktika handelte, schaffte er es bis zum Verteidigungsminister, seinen anfänglichen Problemen Krieg von Frieden zu unterscheiden zum Trotz. Schliesslich ist er von edlem Adel und für den machen beide Zustände keinen nennenswerten Unterschied.
Und so ist sein Abgang ja doch ein Hoffnungsschimmer für den Komapatienten deutsche Demokratie. Fast sah es so aus als schaffte er es mit seinen Mauscheleien davonzukommen, während andere wegen eines mitgenommenen Brötchens und nach vergleichsweise grosser Lebensleistung einfach davongejagt werden. Zuletzt jedoch wandten sich selbst die geblendeten Unionskollegen vom altfränkischen Edelblut ab. Ob es eigentlich wehtut in Sachen Beliebtheit sogar von Westerwelle überholt zu werden?
Die Freude über seinen jähen Abgang wird einzig getrübt durch seinen Nachfolger Thomas de Maiziere, der als Nachfahre hugenottischer Einwanderer deutlich größeren Diensteifer (Sarrazin-Syndrom?) an den Tag legt und lieber Stück für Stück die innere Sicherheit zu Lasten der allgemeinen Freiheheit stärkt, statt sich mit einem halben Pfund Butter im Haar halbseidenen Politainment hinzugeben. Dass er auf jeden Fall Verteidigungsminister kann, hat er gezeigt als auf sein Geheiss hin überall bewaffnete Polizeikräfte den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Gepäckstücken übernahmen.
Mit de Maiziere als Verteidigungsminister wird der Umbau der Bundeswehr zur merkbefreiten Söldnertruppe gelingen und auch deren Einsatz im Inneren rückt damit immer näher. Vielleicht wäre an seiner Stelle ein eitler Geck doch die bessere Wahl ‘geblieben’.
dfo
Volle Fahrt voraus…
rudert Ihr faulen Hunde!
Fetisch Krieg
Man kann umgangssprachlich, und ich betone: umgangssprachlich, von Krieg sprechen

(Original: Wikimedia Commons / © Bundeswehr/Habermeier / Wikimedia Commons / CC-BY-2.0)
dfo & [itsdun]
Bühne frei, Hanswurst kommt!
Bald auch auf einer Wanderbühne in Ihrem Kriegsgebiet
Während die Nation einen Freudentanz zur WM hinlegt, ereignet sich auch abseits des Spielfelds Spektakuläres. Genaugenommen neue Bewertungen des Afgahnistan Krieges durch Verteidigungsminister Guttenberg. Dieser äußerte sich in einem Interview mit der FAZ folgendermassen:
[...] wir müssen, so bitter diese Aussage auch ist, weiter mit Verlusten und Verwundeten rechnen.
Afghanistan wird sich nie nach unseren Maßstäben absolut stabilisieren lassen.
Und am Ende des Interviews mit Bezug auf die Frage nach der Zukunft der Wehrpflicht:
Daher ist vielen Fragen zu begegnen, etwa jener, wie weit einer, der heute bei der Bundeswehr Wehrdienst leistet, noch ein Unfreiwilliger ist.
Das Gespräch ist weit umfassender, aber diese Zitate verdeutlichen, wie weit der Paradigmenwechsel in Sachen Afghanistan schon fortgeschritten ist. Vor kurzem stritt man sich noch um die Bewertung militärischer Massnahmen hinsichtlich ihrer Angemessenheit. Oder ob man umgangssprachlich von Krieg reden kann. Heute scheint von solchen Unsicherheiten keine Spur mehr übrig zu sein.
Was hier abseits grossen medialen Interesses formuliert wird, ist wahrscheinlich massgebend für die deutsche Beteiligung am Hindukusch-Feldzug der nächsten Jahre. Zum Glück aber ist WM und keinerlei Diskussion wird um Guttenbergs Worte entstehen.
dfo
Geht es nach (Noch-) Verteidigungsminister Guttenberg, könnte die Wehrmacht, äh Wehrpflicht bald der Vergangenheit angehören. Im Moment steht das aber noch nicht genau fest, da Karl Theoador zu Maria und Sylvester Nut.., pardon Guttenberg sich dem neuen Lieblingsspiel deutscher Politiker hingegeben hat – dem Spiel mit dem Rückzugsgedanken. Wahrscheinlich ist das als Reaktion auf interne Zerwürfnisse zu werten, da Gutte nach dem Rauswurf von Schneiderhahn und dem Rumpelstilzchen (Wichert) in seinem Ressort an Rückhalt verloren hat, zumal die eigene Rolle bei der ‘Kommunikation’ des Kundus-Massakers nach wie vor unklar ist.
Sei es wie es sei, früher wäre sowas mal eine echte Sensation gewesen, heute sieht man der Umwandlung der Armee in eine Truppe von Söldnern und Profikillern eher gelassen entgegen. Dailyfuckoff hat für Euch mit einem Verantwortlichen gesprochen:
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Aus dem Postfach eines unbekannten Rebellenführers
Kriegserklärung an Taliban
Aus dubiosen Quellen erreichte uns heute, am frühen Nachmittag dieser Screenshot, welcher den Posteingang eines Unbekannten zeigt. Dailyfuckoff vermutet, dass es sich um den Posteingang eines bekannten, wahrscheinlich radikalen Taliban-Führers handelt. Wir haben die Mail für Sie übersetzen lassen. Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild.
Das Team der Redaktion
S(ch)ein
Guttenberg, Star oder Krähe?
Guttenberg: Wikimedia Commons CC BY 2.0 Bundestagsbüro Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg MdB
Clean Warfare
Oberst Klein und die TIC-Lüge
Nun ist es endlich auch von den ‘Meinungsführern’ bestätigt worden. Der deutsche Oberst Klein hat absichtlich die Unwahrheit bei der Anforderung von Luftunterstützung in der Nähe von Kunduz, gesagt.
Im militärischen Jargon heißen Truppen mit Feindberührung ‘troops in conflict’, kurz, ‘TIC’. Dieses Kürzel war es auch, mit dem Oberst Klein seine Anforderung dringlicher klingen ließ. Und dass, wie er nun zugab, in dem Bewußtsein, dass eine TIC-Situation nicht vorlag. Wie auch, bei steckengebliebenen Tanklastern.
In letzter Zeit mehren sich die Versuche konservativer Kräfte im Land, die Taten der Bundeswehr und die Leistung der einzelnen Soldaten über Gebühr zu loben. Spätestens seit der Struck´schen Bemerkung, Deutschlands Freiheit würde auch am Hindukusch verteidigt. Was gab es in der Folge doch für absurde Ideen, die längst vergangenen Zeiten zu entspringen schienen. Die Wiedereinführung des eisernen Kreuzes als Tapferkeitsauszeichnung wurde da angedacht. Ein neues, nationales Heldenmal für die im Einsatz gefallenen deutschen Soldaten wurde sogar realisiert.
Und jetzt der Mörder von Kunduz im Gewand eines deutschen Obersten. Ein feiges Schwein vor dem Herrn! Warum ist der noch nicht degradiert und wird mit Schimpf und Schande und bar seiner militärischen Persönlichkeitsmerkmale am besten durch die Strassen von Kunduz getrieben? Damit könnte man den Einheimischen wenigstens einen Rest von Anstand vermitteln. Aber nein. Wahrscheinlich hat dieser Kriegsverbrecher noch Pensionsansprüche. Hoffentlich stürzt mit Klein auch noch dieser Adelssproß Guttenberg, der den Unterschied zwischen Tod und Leben eher nur gering schätzt.
Bleibt ebenso zu hoffen, daß die restlichen Träger deutscher Uniformen und Waffen bei ihrer ‘Friedensmission’ etwas mehr Feingefühl bei der Identifizierung von Gegnern zeigen.
Eines allerdings bleibt weiter unklar. Das Motiv des Mörders Klein. Wenn ich mit Kotzen fertig bin, werde ich versuchen mir darüber Gedanken zu machen. Wäre schön wenn´s für die Sache irgendwie ne dämonische Erklärung gäbe. Das würde mir besser gefallen, als einfacher Ehrgeiz als Motiv für etwas mehr als hundertfachen Mord.
dfo





















