Schwule bedrohen Menschheit!
wie politically incorrect ist der Papst?
Nein, nein. Es geht nicht um den Iran, sondern – richtig, den Vatikan, andernfalls würden unsere Medien lang und breit darüber berichten. Der Stellvertreter des lieben Gottes stellt mal wieder die Schwulen an den Pranger und bezeichnet sie als Bedrohung für die Würde und die Zukunft der Menschheit. Das ist eine bizarre Logik. Wenn andere als heterosexuelle Liebe würdelos ist, was ist dann mit asexuellen Arrangements wie sie in zölibatären Gefilden üblich sind? Ach, sind sie gar nicht? Hätte mich auch gewundert.
Ratzinger schrieb in einem seiner Bücher (“Licht der Welt”, hier kein Link), dass Homosexualität eine Prüfung Gottes sei, der es zu widerstehen gilt. Das ist ungefähr so, wie Schüler in einer Mathearbeit die Lösung einer unbekannten Aufgabenstellung suchen zu lassen und sie zu bestrafen wenn sie die nicht finden. In der vorgegebenen (Lebens-) Zeit natürlich. Dass man jemanden wie Ratzinger im Bundetag reden liess, zeigt indess den eigentlichen moralischen Niedergang allerdings politischer Majoriäten, denn von Beust, Wowi und Westerwelle hatten jedenfalls nichts gegen seinen Auftritt. Und was die Zukunft der Menschheit angeht, nunja, die wird tatsächlich bedroht. Allerdings nicht von Schwulen, sondern von Dummköpfen die den Unterschied zwischen bewusster Entscheidung und Veranlagung (immer noch) nicht verstehen.
Vielleicht wäre es nützlich den Papst darauf hinzuweisen, dass trotz jahrzehntelanger Schwulenbewegung, die Weltbevölkerung nicht ab- sondern zugenommen hat und weiter zunimmt. Leider weiss man ja, dass die Kirche auch gezwungen werden musste, die Erde nicht als Scheibe im Zentrum von Gottes wunderbarer Schöpfung misszuverstehen. Vermutlich ärgert sich der Papst nur deswegen über die Schwulen, weil nur wenige Schwule auch in der Kirche sind. Ich wüsste da jemanden, der das ändern könnte.
dfo
Atheisten sind dumm!
Andreas Laun spricht Klartext
Wer dachte dass sich Organisationen von Menschen mit religiöser Behinderung nach all den zurückliegenden Skandalen endlich mal in Zurückhaltung üben, sieht sich getäuscht.
Bischof Laun, der schon anderweitig aufgefallen ist, bemüht sich auf kath.net darzustellen, wieso Atheisten aus seiner Sicht oft eigenartig dumm seien. Seine Argumentation klingt überaus einleuchtend aus Sicht eines Katholiken. So versuchen diese nämlich, ständig Gründe für ihren Atheismus zu finden. Das ist sehr hart für einen Bischof, Menschen gegenüberzustehen die sich selber und ihre Ansichten hinterfragen, statt einfach nur das treudoofe Schaf zu spielen. Besonders ärgert Laun aber, dass Atheisten auch noch die Frechheit haben auch an der Kirche Fehler zu suchen und sie, oh Wunder, auch zu finden.
Natürlich kann man sich fragen; na und, wen interessiert dieser Schwachsinn? Das, was aus meiner Sicht daran interessant ist, ist die Ähnlichkeit der Abwehrreaktion bezüglich entdeckter Fehler im System der Kirche und den Reaktionen auf die Enthüllungen von Wikileaks. Statt den Blick nach innen zu richten und irgendwas zu bessern, wird auf den Überbringer schlechter Nachrichten eingehauen. Kritik an der Kirche ist dumm und Kritik an Politik(ern) ist Verrat. Darauf eine dreifaches Halleluja!
dfo
Klarstellung zum Klartext
Kirchenbashing kann weitergehen
Nachdem es der Salzburger Weihbischof Andreas Laun fertiggebracht hat in einem wirren Kommentar auf einer Hetzseite fundamentalistischer Katholiken, die Opfer der Love-Parade übel zu beleidigen und mit dem lieben Gott zu bedrohen, legt er nun in einer ‘Klarstellung der Klarstellung‘ nach. Den Rest des Beitrags lesen »
Krankhaftes Erscheinungsbild
oder Gott straft aus Liebe!
Endlich gibt es auch für Menschen mit Katholizismus-Hintergrund wieder einen Feind, dem sie moralische Verworfenheit andichten können. Ein Segen nach all den unsäglichen Missbrauchsfällen innerhalb der Kirche. Der Feind? Nun, der ist alltbekannt. Oder müsste es Feindin heissen? Natürlich kann es bei Katholiken ja nur um die Sünde gehen. Und die lässt sich derzeit am besten wo ausmachen? Richtig! Bei der Loveparade! Und ganz klar, es geht nicht um die Verantwortlichen, sondern um die Teilnehmer. Den Rest des Beitrags lesen »
Da meint man immer, die Medien graben in Sekundenschnelle noch die kleinsten Details aus, aber einige der besten Pointen erfährt man erst, wenns eigentlich schon zu spät ist.
Der ‘Focus‘ berichtet, dass Walter Mixa noch kurz vor seinem ‘endgültigen’ Rücktritt den Papst um ein neues Bistum gebeten habe und ausserdem bestritten habe, schwer alkoholkrank und mehr oder weniger schwul zu sein. Wäre Mixa kein Katholik und ehem. Bischof, wäre das seine Privatsache. So aber gibt er weiterhin den Clown und ersetzt uns damit liebgewonnene Hassfiguren, wie Koch oder Köhler.
dfo
Der ehemalige Bischof Mixa bittet: ‘um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe und vor allen Dingen um Verzeihung bei all den Menschen, die ich nicht in der rechten Weise behandelt habe, deren Erwartungen ich nicht erfüllt habe und die ich enttäuscht habe.’ (Quelle)
Da fühlen wir uns gleich angesprochen. Wir warten erstmal noch seinen Rücktritt von der Entschuldigung und die folgende Darstellung, nach der er sich nur unter dem Druck des öffentlichen Fegefeuers entschuldigt hat, dann werden wir uns weiter zur Causa Mixa äussern.
dfo
Was wie ein Zitat von Kinski klingt, soll jedoch dem Munde der katholischen Top-Rampensau, in fanatischeren Kreisen auch als der emeritierte Diözesanbischof Dr. Walter Mixa (*abspritz*) bekannt, entkrochen sein. Und zwar gegenüber einem, wie es in Kirchenkreisen so schön heisst, ‘Jungpriester’. Bei solchen Bezeichnungen wird manchem wohl heiss unterm Ornat oder sonstwo.
Jedenfalls soll das in einer Akte stehen, wie Süddeutsche und FAZ übereinstimmend berichten. Das Delikate dabei; Mixa konnte bisher kein sexueller Missbrauch Schutzbefohlener nachgewiesen werden. Vielleicht eignet sich die Angelegenheit ja, um den weltweit größten Schwulenclub erst mal als solchen darzustellen und ihm somit die Chance zu selbstbewussterem Auftreten zu geben. Statt priesterlicher Röcke würden viele der seelig schmachtenden Schäfchen doch gern mal etwas Leder oder Gummi sehen. Auch mit Innennoppen. Das Kreuz als alleiniges Massagestäbchen hat auch ausgedient. Mit Peitschen und Ruten, wahlweise Dornenkronen, lassen sich, genügend Phantasie vorausgesetzt, reizvolle Rollenspiele umsetzen. Und zu guter Letzt; wie wäre es denn, wenn die knackigen Minestranten mal den Bischof besteigen, statt umgedreht? Ökumenischer Rudelbums und alles wäre ok.
Der Dienst, den Mixa der Kirche und mithin der Gesellschaft leistet, kann nicht genug betont werden. Der CSD Berlin ist dieses Jahr ja schon vorüber, so schnell konnte die Kurie natürlich keinen Umzugswagen bereitstellen, ausserdem muss in den Diözesen zunächst mal kontaktfreudiges und aufgeschlossenes Personal gefunden werden. Das Problem ist gerüchteweise nicht der Mangel an solchen, sondern die Vielzahl der Bewerbungen, die derzeit in Rom eintrudeln. Leider war der Vatikan nicht bereit Dailyfuckoff ein Interview zu geben, doch ein Nuntius flüsterte uns zu, Papst Benedikt sei zur Zeit ‘in positiver Weise zu aufgeregt um sich mit derart lapidaren Dingen zu beschäftigen. Im Moment steht er in besonders intensiven Kontakt zum heiligen Geist.’
Aha.
dfo
Der ehemalige Bischof von Augsburg, Mixa, ist selbst für katholische Verhältnisse ein wahrer Kotzbrocken. Strampelnd und engstirnig wie ein kleines Kind wollte er seine alten Opfer am liebsten unter Druck setzen, damit sie schweigen. Zuletzt musste er dann doch abtreten, gleichwohl sich die Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gegen ihn nicht erhärtet haben. Mit ihm hat die Kirche ein geistiges Sturmgeschütz und die Gesellschaft einen unnützen und sogar feindlichen Beamten einer ‘Art Weltregierung’ verloren, sollte man meinen.
Nun ist Mixa vorerst wieder zurück und bewohnt seine alte Wohnung im Augsburger Bischofspalast und bezieht weiterhin ein Gehalt von 7900 €uro im Monat, 94800 €uro im Jahr. Vom Staat Bayern. Auch wenn die Causa Mixa langsam abgedroschen ist, sie zeigt auf geradezu exemplarische Weise, wie leicht es sich als Schuft in unsrer Gesellschaft leben lässt. Eigentlich schlimm an jemandem wie Mixa ist nicht, dass er unverdientermaßen Geld bezieht und in fürstlichen Lagen hausiert, sondern das einem wie ihm Macht gegeben ist, über andere Menschen. Natürlich keine weltliche Macht, das funktioniert in der Kirche alles subtiler. Seine Macht ist die des Wortes und bis vor nicht allzulanger Ziet haben sich wohl 10000ende noch in ihrem Leben nach seinen Worten ausgerichtet. Und von Mixas Sorte gibt es weiterhin genug, gekleidet in edles Ornat und das Wort Gottes auf den Lippen. Solltet Ihr einem von denen begegnen, seid ruhig mutig und sprecht sie offen an: Guten Tag, ich würde gerne mit Ihnen über Gott reden.
dfo
Update
Mittlerweile wird inKirchenkreisen offen über geistige Probleme des ehemaligen Bischofs geprochen. So soll Mixa, laut dem ehemaligen Redaktionsleiter von Radio Vatikan, Eberhart von Gemmingen, an Realitätsverlust leiden. Auch der Besuch einer psychatrischen Klinik und ein Alkoholproblem werden erwähnt. Hier und hier.
Kirche gründet Think Tank
Verhältnis der katholischen Kirche zur Realität
Dass die katholische Kirche ein Problem mit Sexualmoral hat ist ja nun endgültig geklärt. Dass aber auch die Gesellschaft ein gestörtes Verhältnis zu Repräsentanten aller Art hat, wurde am Fall Mixa´s wieder mal deutlich.
Nachdem dieser erstmals beschuldigt wurde, Schutzbefohlene misshandelt zu haben, zog noch die allgemeine Unschuldsvermutung. Nach und nach wurde der Druck grösser, Opfer trauten sich, gegen ihren Peiniger auszusagen. Dieser jedoch drohte ihnen, beschwor sein reines Herz und wollte seine Opfer auch noch im persönlichen Gespräch bedrohen. Seine betrügerischen Finanzmachenschaften sind da schon kaum noch der Rede wert.
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