Kinder an die Front! – Update
Tag der offenen Tür bei Gebirgsjägern
Ein wunderschönes Beispiel, wie man es im Land der Hitlerjugend und der Pionierorganisation noch immer versteht, einfühlsam auf die Jüngsten unter uns einzugehen und sie für die verantwortungsvolle Aufgabe Deutschlands in der Welt zu sensibilisieren.
Keine Frage, Killerspiele sind scheisse und gehören verboten. Dafür ist die Realität doch viel spannender und als Game auch irgendwie unerbittlicher. Natürlich sind wieder nur die Linken dagegen, das kennt man ja schon, diese Terroristen haben aber auch an allem was auszusetzen was das deutsche Reich Deutschland zu alter Grösse führt.
dfo
Update: Leider ist das Video nicht mehr verfügbar und war auch nur ein paar Stunden im Netz, bevor es der Nutzer mit dem lustigen Namen GegengiftDE, wieder verschwinden liess. In dem Video war zu sehen wie beim Tag der offenen Tür der BW in Bad Reichenhall, Kindern und minderjährigen Jugendlichen die Verwendung von Maschienenwaffen nahegebracht wurde. Das Rabatz-Bündnis hatte die Missstände offengelegt und in die Medien gebracht. Hier noch ein anderes Video, mit einer Sendung des ZDF, welches sich mit dem Thema beschäftigt:
Wir sind auf dem richtigen Weg! – Update
wieder Tote am Hindukusch
Wo wir grade bei Satire waren; nach dem, für bewaffnete Hilfseinsätze unerwarteten, Frühableben mindestens zweier deutscher Uniformträger, gibt sich Merkel nach Pressestimmen ‘entsetzt und schockiert’, spricht gar von ‘mörderischer Menschenverachtung’. Ein paar Schlagzeilen später steht was von einem NATO-Anschlag, äh Luftschlag bei dem 12 Kinder und 2 Frauen zerfetzt, getötet wurden. Kein Wort des Entsetzens oder Bedauerns. Warum auch? Für die Machenschaften unserer Verbündeten können wir schliesslich nichts. Naja und seit dem Kundusbombardement sind wir einfach auch erwachsener geworden im Umgang mit verbrannten Zivilisten Kollateralschäden.
Ganz auf Zack ist der neue Kriegsminister de Maiziere, der mittlerweile die Kriegsrethorik der Wochenschau verinnerlicht hat. Der Focus schreibt:
De Maizière wollte von einem Abzug aus Afghanistan allerdings nichts wissen. Er fordere die Deutschen in der Heimat auf, „gerade jetzt unseren Einsatz in Afghanistan zu unterstützen“, sagte er. Zweifel seien erlaubt und sogar angebracht. Doch: „Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Is klar ne? Wenn wir jetzt abziehen haben sich die toten Bundis doch gar nicht gelohnt. Ganz logisch also, je mehr Tote es gibt, desto intensiver bemühen wir uns um weitere Verluste. Um damit dann noch mehr Kriegsbemühungen zu legitimieren. De Maiziere versucht sich also an der Schaffung eines militärpolitischen Perpetuum mobile. Respekt.
Bestimmt freuen sich die Angehörigen der Getöteten, dass sie auf dem richtigen Weg waren, mit Mitte 20 oder 30 vielleicht, ihr Ziel erreicht haben. Wenn auch durch mörderische Menschenverachtung.
dfo
Update: Passend zu Christi Himmelfahrt hats gleich noch einen deutschen Waffenträger erwischt. Sehr schön auch die Formulierung dass ‘die Wiederherstellung menschenwürdiger Lebensverhältnisse in Afghanistan sowie die Erhaltung unserer Sicherheit in Deutschland einen weiteren deutschen Gefallenen gefordert hat.’ (Quelle: augengeradeaus.net)
Update2: Kriegsminister de Maiziere legt noch einen drauf: ‘Vor Gewalt darf man nicht weichen. Wenn wir jetzt gingen…’ (Quelle: FAZ) Na hoffentlich sehen die Taliban das (nicht) genauso.
Update3: Und weil der Kriegsminister soviel Nähe zur Realität aufweist schiebt er noch einen hinterher. Gebete für die Taliban seien notwendig und sinnvoll. (Quelle: SPON)
Hotelbesitzer scheinen Westerwelle als Kumpels nicht zu reichen. Gerade noch lobte Gaddafi Deutschland für seine, ihm gegenüber, feige Politik und winkte mit Ölaufträgen. Da kann sich ein liberaler Aussenminister scheinbar nicht zurückhalten. Und dass wo er vor einem halben Jahr noch vor dem Sicherheitsrat beteuerte, dass Deutschland bereit sei, internationale Verantwortung zu übernehmen. Danach bekam Deutschland einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat.
Das war Westerwelles erster und bisher auch einziger als solcher zu bezeichnender politischer Erfolg als Aussenminister. Mit seinem jetzigen Kurs aber hat er nicht nur seine bekannte Rolle als liberale Witzfigur betont, es kommt schon einem Antrag auf politischen Selbstmord gleich.
Als Liberaler kann er keine wirklichen Prinzipien vorweisen, nur die Gier nach Macht und Geld. Wenn Leute wie er Demokratie und Freiheit fordern, dann nur wenn man sie vorher dafür bezahlt. Einfache Menschen, die sich gegen einen an seiner Macht irre gewordenen Diktator auflehnen und dafür von seinen Panzern und Bombern zerfetzt werden, brauchen von so einem kein Mitgefühl erwarten.
Überhaupt haben die Tragödien der letzten Zeit die traurige Kulisse deutscher Politik nachhaltig ins Wanken gebracht. Merkels erbämliches Lavieren in Sachen Atompolitik, der hilflose Versuch sich mit dem Moratorium über die nächsten Wahlen zu retten und die immer deutlicher zutage tretenden Lügen und Falschaussagen bezüglich der Sicherheit und Notwendigkeit deutscher Atomkraftwerke, lassen das Vertrauen in Schwarz/Gelb zerbröseln.
Merkel hatte zwar in der Vergangenheit immer irgendwelche Loser an ihrer Seite, die ihre eigenen Schwächen verdeckten. Aber der letzte von ihnen ist mit Guttenberg gegangen aber der allerletzte ist leider immer noch deutscher Aussenminister. Und der rundet das Desaster dieser schlechtesten aller deutschen Nachkriegsregierungen durch Feigheit ab.
Leider ist der Schaden einmal angerichtet und Deutschland hat Vertrauenswürdigkeit in der Welt und insbesondere seinen ‘Führungsanspruch im Kampf für weltweite Demokratie’ verloren. Und ganz nebenbei die EU politisch gespalten. Falls Westerwelle mit seiner Enthaltung in Schröders Fussstapfen treten will, wird ihm das sicher nicht gelingen. Schröder konnte mit seinem Nein zu dem von den Amerikanern befohlenen Krieg punkten. Diesmal aber gibt es eine breite Zustimmung zu einem begrenzten Militärschlag, um Gaddafis Mördertruppen aufzuhalten. Es geht nicht um Besatzung, Religion oder Wiederaufbau.
Westerwelle führt an, dass es viele Krisenherde auf der Welt gibt und man nicht überall helfen kann. Libyen aber liegt praktisch vor der eigenen Haustür und besitzt ausserdem strategische Bedeutung. Auch das Argument, die Einrichtung einer Flugverbotszone wäre ein schwerer Eingriff in Libyens nationale Souveränität, zieht nicht. In Libyen hat nur Gaddafi Souveränität und der ist nicht die Nation. Wenn einem schon die Menschen egal sind, hätte man wenigstens diesen Umstand berücksichtigen können.
dfo
Auch im neuen Jahr geht es weiter wie gehabt. Leyenministerin von der Lüge darf weiter Arbeitslose terrorisieren und verhöhnen, Opposition und Regierung balgen sich wegen 5 monatlichen Euronen mehr für das arbeitsscheue Pack und würden dabei doch sogar die Staatsschulden von Portugal übernehmen. Wenn das nicht langsam zur Mode geriete könnte man da innerhalb einer Währungsunion schon mal ein Auge zudrücken.
Besonders dreist ist das Getue wegen der hierzulande geführten Debatte um ausufernde Sozialetats und marode Gesundheitssysteme. Kein Problem sind hingegen die dauernden Bailouts wo schon mal unbegrenzte Mittel in Aussicht gestellt werden um den Aasgeiern der Finanzmärkte fremdes Geld zukommen zu lassen. Wo die unbegrenzten Mittel zur Rettung der Faulen und Nutzlosen, pardon, der Eliten herkommen soll ist bislang noch unbekannt. Die in Vorbereitung befindlichen Wirtschaftskriege können da sicher nur ein Anfang sein. Immerhin braucht Deutschland nicht mehr die umliegenden Nachbarländer verwüsten sonst könnte man ja gleich auf die Übernahme fremder Schulden verzichten und müsste nur abwarten.
Vielmehr steht zu erwarten dass es mit dem schnellen Abzug aus dem Land des Opiums und Lithiums nichts wird, oder der Rechtsnachfolger der Wehrmacht gleich in irgendein unwichtiges Negerland einmarschiert. Bis dahin sollte dank der Gesundheitsreform die Mortalitätsrate der Geringverdiener und HartzIV-Opfer die Kosten für den Sozialstaat nach unten nivelliert haben. Auch der spektakuläre Versuch grosse Teile der Bevölkerung mit Abfallprodukten aus der Industrie zu ernähren geht in diese alternativlose Richtung.
Bis alle Etappenziele erreicht sind, wird das Kanzleramt dann deutsche Bank heissen und das Volk darf zwischen Konzernen wählen, die es dann schließlich ausplündern. Und wer das nicht okay findet ist entweder Verschwörungstheoretiker oder Kommunist. Amen.
dfo
Fetisch Krieg
Man kann umgangssprachlich, und ich betone: umgangssprachlich, von Krieg sprechen

(Original: Wikimedia Commons / © Bundeswehr/Habermeier / Wikimedia Commons / CC-BY-2.0)
dfo & [itsdun]
Bühne frei, Hanswurst kommt!
Bald auch auf einer Wanderbühne in Ihrem Kriegsgebiet
Es ist mal wieder soweit – 9/11 und Verschwörungstheorie
eine kleine Übersicht - Update
<sarkasmus> Der 11. September ist quasi ein Dauerbrenner nicht nur für Fans von Krieg und Terror sondern auch für Verschwörungstheoretiker. Die meisten Menschen assoziieren mit diesem Datum gleich noch Namen und Bild eines bärtigen Terroristenführers, der, so will es die Wahrheit das offizielle Dogma, aus seiner afghanischen Höhle heraus das Wunder vollbrachte, 3 Wolkenkratzer mit nur 2 Flugzeugen umzulegen. Also wie beim Kegeln oder so. Das eigentlich noch grössere Kunstwerk vollbrachte er aber, indem er die teuerste und beste Luftwaffe der Welt austrickste. Dass er nebenbei auch noch das Pentagon demolierte, dessen Grundstein übrigens am 11. September 1941 gelegt wurde, interessiert daneben nicht sonderlich. Jedensfalls muss wegen des bärtigen Irren auch die stolze Bundeswehr in Afgahnistan Leute umbringen. </sarkasmus>
Zum Thema dürften heute wieder unzählige Medien ihren Beitrag leisten. Ein sehr schöner, weil wie gewohnt gründlich und nüchtern formuliert, findet sich bei Telepolis.
Bei ASR findet sich dieser erhellende Beitrag, bei dem es um den Pentagon-Flug geht.
Einen weiteren interessanten Beitrag gibts beim Nachrichtenspiegel-online, dessen Autor sich dem Thema selektiver Wahrnehmung widmet.
Zum Vergleich noch mal ein Beispiel wie Systemmedien mit dem 11. September umgehen.
dfo
Update: Den bisher geilsten Beitrag bringt das ehemalige Nachrichtenmagazin. Lieber Osama bin Laden…
Wie schnell sich Wandlungen doch vollziehen können. Erst bemühte man sich, den wahren Charakter des Afghanistan Krieges zu vertuschen und ihn als reine Aufbaumission darzustellen. Im letzten Wahlkampf erodierte diese Haltung zunehmend, bis man umgangssprachlich Krieg sagen durfte. Der Gipfel war schliesslich mit Horst Köhlers Klarstellung erreicht, der Krieg werde auch aus wirtschaftlichen Gründen geführt.
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Während die Nation einen Freudentanz zur WM hinlegt, ereignet sich auch abseits des Spielfelds Spektakuläres. Genaugenommen neue Bewertungen des Afgahnistan Krieges durch Verteidigungsminister Guttenberg. Dieser äußerte sich in einem Interview mit der FAZ folgendermassen:
[...] wir müssen, so bitter diese Aussage auch ist, weiter mit Verlusten und Verwundeten rechnen.
Afghanistan wird sich nie nach unseren Maßstäben absolut stabilisieren lassen.
Und am Ende des Interviews mit Bezug auf die Frage nach der Zukunft der Wehrpflicht:
Daher ist vielen Fragen zu begegnen, etwa jener, wie weit einer, der heute bei der Bundeswehr Wehrdienst leistet, noch ein Unfreiwilliger ist.
Das Gespräch ist weit umfassender, aber diese Zitate verdeutlichen, wie weit der Paradigmenwechsel in Sachen Afghanistan schon fortgeschritten ist. Vor kurzem stritt man sich noch um die Bewertung militärischer Massnahmen hinsichtlich ihrer Angemessenheit. Oder ob man umgangssprachlich von Krieg reden kann. Heute scheint von solchen Unsicherheiten keine Spur mehr übrig zu sein.
Was hier abseits grossen medialen Interesses formuliert wird, ist wahrscheinlich massgebend für die deutsche Beteiligung am Hindukusch-Feldzug der nächsten Jahre. Zum Glück aber ist WM und keinerlei Diskussion wird um Guttenbergs Worte entstehen.
dfo


















