Echte Demokratie jetzt!

Demo am 15.10.2011 in Leipzig, Augustusplatz

Unter dem Motto ‘Echte Demokratie jetzt’ veranstaltet Acampada Leipzig eine Demo, die zum Ziel hat Selbstherrlichkeit in Politik und Finanzwesen anzuprangern und echte Mitbestimmung für die Menschen der Welt zu fordern.

Menschen sind keine Ware und keine Schachfiguren der politischen und wirtschaftlichen Akteure – Zeit also, es denen klarzumachen.

Weltweit werden heute Menschen auf die Strasse gehen, um friedlich ihr Recht auf nachhaltige Mitsprache einzufordern. Jeder ist aufgefordert, sich anzuschliessen denn es geht um jeden einzelnen. Macht mit!

 

15. Oktober,occupy:world

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Daily Fuck Off 43

Strassenbahn fahrn in Leipzig

Fahren Sie gern mit der Strassenbahn? Nein? Ich auch nicht. Ich muss es aber tun. Dabei behaupten einige Sozialneurotiker sogar, dass die Benutzung des ÖPNV die Menschen einander näher bringt. Das tut sie aber nicht. Straba fahrn ist der einfachste Weg sämtliche Mitmenschen hassen zu lernen. Strassenbahnnutzer sind schlicht asozial.

Wie, Sie meinen das trifft vielmehr auf Autofahrer zu? Das ist völlig falsch. Zwar drängeln Autofahrer wie verrückt, aber das machen sie, weil sie mehrheitlich Männer sind. Und im Rudel verhalten die sich wie Spermazoten. Jeder will der erste sein. Ist doch menschlich, oder? Autofahrer sind viel geselliger als gemeinhin gedacht. Sie organisieren sich in Autoklubs, beschäftigen Kfz-Klempner und haben eine Lobby. Manchmal treffen sie sich sogar, um hochtourigen Autos im Kreisverkehr zuzusehn. Können Sie das auch von Strabanutzern sagen? Eben.

Die Strassenbahn benutzt jeder für sich allein. Oder tut zumindest so. Der übelriechende Penner, das sabbelnde Kleinkind, der behämmerte Biker der sein Fahrrad gleich mit in die Bahn nimmt, dumme, plappernde Gören, der aufgeregte Handynutzer, der seinem scheiss Gesprächspartner unbedingt sagen muss dass er/sie gerade losgefahrn ist und natürlich, nicht zu vergessen, der fusslahme Rentner, der es unter Stöhnen und Ächzen gerade noch in die Bahn schafft. Sie alle schaffen ein feindseliges Klima.

Ein seltenerer Typ ist der Träger von Slippern aus Leder, ein ausgemachtes Riesenarschloch. Wie gross der Arschlochfaktor ist, lässt sich ziemlich genau an der Länge seiner Schuhspitzen ablesen. Das verstehen Sie nicht? Dann sind sie wohl selber einer von denen, Sie Arschloch.

Apropos Arschlöcher. Ich hasse Kinder. Von ganzem Herzen. Wenn sie gerade nicht mit Schreien beschäftigt sind, haben sie mit Sicherheit eines dieser Spielzeuge in der Hand, das die ganze Zeit absurde Geräusche von sich gibt. Oder die etwas grösseren Kinder. Die quengeln zwar nicht, dafür drängeln sie immer zu einem Sitzplatz, bevor sie Ruhe geben. Aber nur dann, wenn sie nicht hyperaktiv sind. Dann hilft gar nichts mehr. Sie zappeln und klettern, singen und summen und terrorisieren neben ihrer elenden Mutter alle anderen Fahrtteilnehmer.

Überhaupt, Mütter mit Kind. Die reinste Plage. Stets mit Kinderwagen bewaffnet, stehen sie zuverlässig mit angestrengtem Blick als erste an der Tür, nur um nach dem Einsteigen sofort im Weg stehen zu bleiben und umständlich an ihrem Buggy rumzufummeln. Fast schon so schlimm wie alte Leute. Egal ob beim Aus- oder Einsteigen, es ist immer dasselbe. Sind sie in der Bahn, bzw. draussen, bleiben sie direkt vor der Tür stehen und schauen sich um. Scheiss drauf wieviel Leute noch an ihnen vorbeiwollen. Man muss ja erst mal schauen, bevor man sich entscheidet wohin man will.

Unentschlossen ist auch ein anderer Typ Fahrgast. Ich nenne ihn ‘chair switcher’. Meistens sind das Frauen. Kein Sitzplatz scheint ihnen recht zu sein. Mindestens einmal zwischen zwei Haltestellen wechseln sie den Sitzplatz. Oft rutschen sie dann mit dem Arsch noch hin und her, bestrebt, ihre Fettbacken der Sitzform anzupassen.

Eins muss der Bimmel aber zugestehen. Auf sie ist Verlass. Entweder ist sie unpünktlich oder kommt gar nicht. Zündet man sich beim Warten eine Fluppe an, kommt sie garantiert innerhalb der nächsten 90 Sekunden. Ist sie wider Erwarten mal pünktlich, funktioniert entweder der Fahrkartenautomat oder der Entwerter nicht. Kommt sie pünktlich und ihre Automaten funktionieren, wird man zu hundert Prozent während der Fahrt kontrolliert und hat keine Fahrkarte dabei.

Auf Reinlichkeit und Hygiene kann man sich bei der Straba auch verlassen. Hat man einmal den Türöffner betätigt, hat man bereits den Rotz der halben Stadt an der Hand. Völlig logisch, hat man dann in der Bahn etwa eine Haltestange angefasst, wird es höchste Zeit einen Arzt aufzusuchen. Wenn man Glück hat, findet man in einer leeren Strassenbahn auch mal einen Sitz, auf dem kein Kaugummi klebt. Das ist aber selten. Dass die Bahn leer ist.

Häufig hingegen ändert sich der Fahrpreis. Und zwar nach oben. Die Monatskarte ist wieder einen Euro teurer geworden, selbstverständlich ohne dass ich deswegen mal ein heulendes Kind verprügeln oder einen Penner treten darf. Ganz besonders liebe ich es, auf Fahrscheine kontrolliert zu werden. Passiert das nämlich nicht, habe ich prinzipiell das Gefühl den Schnipsel umsonst erworben zu haben.

Sind Sie schonmal im Winter mit der Bahn gefahren? Nicht? Das müssen Sie tun, wenn Sie sich mal dringend erkälten müssen. Die Bahnen sind dann wegen diverser Ausfälle oft besonders voll. Die Heizungen laufen auf Hochtouren, Service muss sein und alle Fenster sind zu. Drinnen tragen alle Klamotten, die sie vor Minusgraden schützen. Steigt man dann wieder aus, gefrieren einem die durchgeschwitzen Sachen sofort am Körper.

Im Grunde ist Strassenbahnfahrn ein zutiefst devotes Vergnügen. Man kommt ständig mit ekligen Substanzen in Berührung, ist umgeben von egomanischen Vollidioten, wird andauernd kontrolliert, kommt zu spät und zahlt auch noch dafür. Ermässigt gibt es diesen Heidenspass übrigens für nur 27 Euronen im Monat. Natürlich nur, wenn Sie eine amtliche Armutsbescheinigung vorweisen können. Toll, nicht?

dfo

Neuer Monat, neuer Stress. Früher war das anders aber mittlerweile ist man auch in Leipzig so anständig und löst eine Fahrkarte bevor man in die Bimmel einsteigt. Schliesslich will man möglichst schnell und stressfrei zur Arbeit.

Also Freitag morgen den Kaffee reingekippt, schnell noch zur Bank und siehe da – Den Rest des Beitrags lesen »

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Auf dem Bild ist irgendwo ein Hinweis auf ein aktuelles Thema versteckt. Ich verrate natürlich nicht wo. Hinweise gibts hier, hier und hier.

dfo

dfo

Abriss der Blechbüchse in Leipzig. Hier noch ein paar Pics von dem Ding, in wenigen Tagen ist es ganz weg. Folgen soll ein Parkhaus, das optisch dem Vorgängerbau ähnelt.

dfo

Ein guter Bekannter zog mich neulich zur Seite und fragte mich, warum wir immer nur negative Sachen berichten und ob wir nicht ab und zu auch mal was schönes beitragsmässig verwurschteln können. Zunächst einmal wusste ich gar nicht wovon er sprach, schliesslich haben wir hier über den Abgang von Koch oder die Strafanzeige gegen Hotte Köhler berichtet. Das sind doch lustige Nachrichten.
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Hab ich mich jedenfals gefragt, als das Jahrhundertereignis des Schneefalls auch mal in meiner Heimat vorbeischaute. Für gewöhnlich haben bei uns die Nachbarn von Industriegebieten den meisten, oder überhaupt, Schnee. Der schönste kommt aus den Meilern des KKW Lippendorf. Sobald wie’s gefriert, fällt der Wasserdampf quasi als Schneeklumpen vom Himmel und verwandelt den heimatlichen Schrebergarten zeitweise in einen Gletscher.

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Es hätte eine Vernissage wie alle anderen werden sollen. Zum weltweit umjubelten 20. Wiedervereinigungsgedenktag, hatten Leipziger Stadtväter eine ganz besondere Idee; der Verhüllungskünstler Christo sollte seine inspirierende Sicht zum Aufbau Ost, in Form der Verhüllung eines Gründerzeitbaus in einem Leipziger Multikultiviertel, zum Ausdruck bringen.

Leider kam es nicht soweit. Obwohl das Werk kurz vor der Vollendung stand, gefiel es dem Meister, statt des Gebäudes vielmehr die komplette Perspektive entlang der Flucht der Straße zu verhüllen.

gerüst

Nur den rein zufällig vor Ort befindlich gewesenen Einheiten der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass jenes neuerliche Kunstwerk eines doch so entrückten Genies, lange genug Bestand hatte, um von uns eingefangen zu werden.

dfo

Die Nathanaelkirche im Leipziger Westen (Alt-Lindenau) wurde zwischen 1881 und 1884 erbaut, um die ehemalige Dorfkirche Lindenaus zu ersetzen.

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