Neulich im Zoo

Konversation auf unterster Ebene

Angela und Roland

[_itsdun_]

Memo an Herrn Außenminister Westerwelle

Zum Ausdrucken und Wiedereinscannen

Schema

Inspiration: Hamburger Abendblatt – Westerwelle will verpflichtende Jobangebote für Junge

[_itsdun_]

Macht euch endlich raus aus Afghanistan!

Schon wieder Tote und Verwundete bei der Bundeswehr.

Wieviele Tote solln es denn noch werden?! Diesmal sind 4 Soldaten umgekommen und mindestens 4 wurden schwer verletzt. Natürlich beeilen sich alle Parteien den Anschlag zu verurteilen. Von Hinterhältigkeit und Feigheit, von Grausamkeit und Niedertracht ist da die Rede. Würde ich auch so machen, wenn ich einer Partei angehörte, die diesen scheiss Krieg erst befürwortet und seitdem regelmäßig abgenickt hat.

Auch Kandesbunzlerin Merkel, auf ihrer scheinheiligen ‘Ich-liebe-Amerika-Tour’,  zeigt wenig Mut zum Umdenken in der Afghanistanfrage. Im Gegenteil. Vor amerikanischen Studenten bekräftigte Sie ihre Entschlossenheit an dem richtigen Einsatz festzuhalten. Und spielt damit ein verdammt gefährliches Spiel. Je mehr eigene Tote wir zu beklagen haben, desto stärker wird von Entschlossenheit und Verantwortung gefaselt, nach dem Motto; jetzt erst recht.

Schweres Geschütz und neue Panzerwagen sollen in Zukunft Mobilität und Sicherheit der Truppe in Afghanistan gewährleisten. Das dürfte dann wenigstens eine Illusion sein. Taliban bauen keine Bunker, für deren Bekämpfung man Panzerhaubitzen braucht. Und zur Anfälligkeit von Mannschaftstransporten gegenüber Minen, Raketen und Sprengsätzen sag ich jetzt mal gar nichts.

Einzig Gregor Gysi hatte, nachdem ihn die Nachricht auf einer Klausurtagung der Linkspartei, den Arsch in der Hose, unverzüglich und konsequent das einzig Richtige zu Fordern, den Abzug aus Afghanistan.

Die Bundeswehr in Afghanistan wird nicht länger als ‘Aufbauhelfer’ betrachtet. Sie ist jetzt ein regulärer Feind der Leute, die aus ihrer Sicht gegen die Besatzer kämpfen. Das heisst es wird noch etliche Tote geben, auch und vor allem auf ziviler Seite.

dfo

Entwicklungshilfeminister wirbt für Krieg

oder Dirk Niebel an die Front

Afghanistan. 8 Jahre Einsatz. 39 tote Soldaten. Ungezählte zivile Opfer.

Was einstmals in betrügerischer Absicht als Friedensmission getarnt war, wächst sich zusehends und für jedermann sichtbar zum Kriegseinsatz aus. Unabhängig von den falschen und irreführenden Worten unsere Politiker. Dass in Afghanistan ein Krieg tobt, der Deutschlands Vietnam werden könnte, wird nun auch immer häufiger für die Deutschen Soldaten vor Ort deutlich. Eigentlich müsste es denen ja schon seit langem klar sein, dass Berlin sie in eine mißliche Lage gebracht hat und auch herzlich wenig unternimmt, die Situation vor Ort zu verbessern. Das fängt eben schon bei der Bezeichnung des Einsatzes an.

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Ein Karfreitag, der seinem Namen alle Ehre macht

oder 3 Tote, eine hysterische Ministerin und eine etwas überlagerte Birne

Ach du dickes Ei! Da will man mal entspannen und schon überschlagen sich die Ereignisse. Pünktlich zum Osterwochenende dürfen wir 3 tote Soldaten und einige Schwerverletzte ‘bejubeln’. Wenn ich richtig gezählt habe, dann hat Deutschland jetzt schon 39 Soldaten am Hindukusch verloren. Wieviele zivile Opfer dem gegenüberstehen, kann natürlich keiner sagen. So eine Friedensmission hat eben ihre Tücken und der Preis dürfte parallel zur Dauer des Einsatzes immer weiter steigen. Mal sehen wieviel Tote Berlin uns, sich und der Welt noch zumuten will, bis man auch dort einsieht, dass die Bundeswehr in Afghanistan fehl am Platze ist.

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Wahlkampf in NRW

Oder rettet die Volkslieder!

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet von einem Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen mal was wichtiges abhängt. Kurz gefasst geht es um nicht mehr oder weniger als ob Schwarz-Geld, äh, Gelb, in Zukunft in der Lage ist, völlig ungehindert ihren Kurs zu fahren. Es könnte klappen das die Koalition diese Wahl verliert.

Eigentlich eine gute Nachricht, es bleibt abzuwarten bleiben, ob das Voting am Stichtag Veränderungen bringt. Der Revierverteidiger Rüttgers hat grad alle Hände voll zu tun seinen angeschlagen Haufen über die Runden zu bringen. Umso interessanter ist, was ihm für die Balz mit dem Stimmvieh so einfällt.

Nein, diesmal hat Rüttgers es nicht auf Ausländer abgesehen. Nur indirekt auf ihr Kulturgut. Das deutsche Liedgut ist in den Fokus seines Interesses gerückt. Natürlich hat er dabei nicht etwa an die Ärzte gedacht. Volkslieder sind es, die künftig den Unterricht an deutschen Schulen berreichern sollen. Mal ehrlich, was noch dümmeres is dem wohl nich eingefallen?

Ich höre sie schon lachen und fluchen, die künftigen Opfer Rüttgers ‘s neuer ‘Bildungsoffensive. Und zwar in allen ihren Sprachen. Übrigens ist das auch wieder ein schöner Hinweis, was Menschen wie Rüttgers unter Globalisierung verstehen. Export is geil, Import allerdings nicht. Hitler hatte früher auch schon die kranke Idee einer völligen Autarkie Deutschlands. Wirtschaftlich, politisch, kulturell. Man kann das auch als gesellschaftliche Inzucht betrachten. Nur so als Hinweis.

dfo

Der Beginn eines Dialoges zwischen Netzgemeinde und Politik sollte es werden. Familienministerin Schröder (ehem. Köhler^^) traf sich am vergangenen Wochenende mit Internetnutzern um über die Zukunft des Web und die politische Entwicklung zu sprechen.Es sollte ein fairer Austausch sein.  Genau das war es dann aber nicht.

Frau Schröder brach immerhin mit der nunmehr schon Tradition gewordenen Behauptung, das Web dürfe kein rechtsfreier Raum sein. Schröder wörtlich: ‘Das impliziert ja, es sei im Moment ein rechtsfreier Raum. Da ist offensichtlich wenig Kenntnis und Verständnis da.’ Immerhin. Dann diagnostizierte sie weiter, das größte Problem zur Zeit seie die Distanziertheit, mit der sich die Teilnehmer der Diskussion gegenüberständen. Besonders in der Debatte um die Sperrung von Websites mit kinderpornografischem Material wären beide Seiten nicht ehrlich zueinander gewesen. So nennt sie die Unterstellung, alle Gegner des Sperrgesetzes seinen automatische Befürworter von Kinderpornografie, ‘mies’. Gleichzeitig warf sie den Kritikern vor, einen unglaublichen Popanz um das Thema Zensur á la DDR oder China, gemacht zu haben.

So sieht er aus, der faire Austausch. Frau Schröder hat wohl damals nicht ganz genau hingeschaut. Es waren Leute wie die ehemalige Justizministerin Zypres, die mit Sprüchen wie: ‘Browser, was sind jetzt noch mal Browser’ ihre völlige Inkompetenz in IT Belangen demonstrierten. Und gleichzeitig Gesetze dafür machten. Und sich dabei am Mantra vom rechtsfreien Raum regelrecht aufgeilten.

Zwar muss der Staat sich selber schützen, aber irgendwann war es dann einfach zuviel in den Augen vieler Menschen. Am Anfang stand noch der, mittlerweile antiquiert wirkende, grosse Lauschangriff, dann kamen Vorratsdatenspeicherung und Zugangserschwerungsgesetz, SWIFT und Elena. Was für ein Popanz, da an Überwachung und Zensur zu denken!

Die Politik muss einen Vertrauensverlust wettmachen, den sie durch Unfähigkeit und Ignoranz eingefahren hat und nicht schon wieder einen Vertrauensvorschuss von den Menschen fordern. Solange das Leute wie Frau Schröder nicht kapieren oder wahrhaben wollen, wird sich an der Distanziertheit zwischen Netzgemeinde und Politik nichts ändern.

dfo

Der Film Film Film!

Vom Regisseur von "Atomkraft, ja bitte !"

S(ch)ein

Guttenberg, Star oder Krähe?

Guttenberg: Wikimedia Commons CC BY 2.0 Bundestagsbüro Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg MdB

Pfui Deiwel !

Bilder aus dem Schwarzlichtmilieu