In der Rubrik ‘dümmer gehts immer’ kriegt heute Ehrhart Körting (SPD), Berliner Innensenator, den ersten Preis. Wörtlich meinte er:

Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.

Abgesehen davon dass es das schon im 3. Reich gab und man Leute einfach denunzieren konnte, sie seinen Juden oder Kommunisten oder hegten Kontakte zu solchen und diese dann Besuch von der Gestapo bekamen, verrät Körting natürlich nicht was er genau mit seltsam aussehenden Menschen meint. Vermutlich will er als ‘Sozialdemokrat’ keine rassistische Äußerung von sich geben. Ich denke mal er meint generell Migranten, vorzugsweise aus dem Nahen Osten.

Nun, da hätte ich einen Vorschlag. In den Reihen der FDP ist so ein seltsamer Asiate gerade dabei unser Gesundheitssystem zu zerstören. Er heisst Rösler, was ja nu gar nich zu nem mutmasslichen Vietnamesen passt und er spricht perfekt Deutsch. Ich glaub, ich wähl gleich mal die 110…

dfo

Gesundheitsreform sozialistisch!

Rösler kritisiert Kritik von links

(Original: Fdp nds / Wikimedia Commons /CC Attribution 3.0 Unported )

dfo

Gesundheitsreform süss-sauer bitte!

F(aul) D(umm) P(arasitär)

Wem klingen sie nicht noch in den Ohren? Kampfansagen wie diese:

Mehr Netto vom Brutto!

Leistung muss sich wieder lohnen!

und auch ganz witzig:

Wenn es mir nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben.

Das waren sie, die besten Sprüche der gelben Ichlinge. Wozu aufregen, frage ich die enttäuschten Wähler derselben. Eure Leistung lohnt sich doch, für Pharamakonzerne und Lobbyisten. Mehr Netto vom Brutto? Habt ihr auch bekommen. Mehr vom Netto eures Brutto’s als bisher, wandert in die Taschen der Multis. Na, und das Rösler niemand als Gesundheitsminister will, stimmt auch – auf einen derart brillianten Zauberkünstler wie ihn, wartet sicher noch fetter Posten in der Wirtschaft. Wir erinnern uns:

Ja, im Februar 2018 werde ich aufhören. Schön wäre es, wenn ich bis dahin noch Wirtschaftsminister bin. (Quelle)

Wir fassen deshalb noch mal alle Eckpunkte der ‘Rösler-Revolution’ zusammen:

Zunächst stehen natürlich Beitragserhöhungen auf dem Programm, was die FDP zu Zeiten Ulla Schmidts noch empört ablehnte. Gleichzeitig dürfen sich Krankenhäuser und Arztpraxen auf verringerte Vergütungen für Leistungen einstellen, was insbesondere durch den akuten Personalmangel infolge Geldmangels manchem Patienten das Leben, nunja, schwermachen dürfte.

Hinzu kommen festgeschriebene Arbeitgeber Beiträge, die von künftigen Erhöhungen ausgeschlossen sind. Dafür können sich die Menschen mit schwierigen Arbeitsbedingungen und solchen, bei denen gesundheitliches Riskio dazugehört, bei der FDP bedanken.

Das Sahnehäubchen der Reform aber ist die Gestaltung der Zusatzbeiträge. Die können von den Kassen nun beliebig erhoben werden; chronisch Kranken dürften aufregende Zeiten bevorstehen. Sind die erhobenen Zusatzbeiträge für den Einzelnen zu hoch, springt der Steuerzahler ein. Also die Kassen formulieren Einkommenswünsche und Mensch und Staat zahlen sie ihnen. Etwa so wie bei den Banken. Verlierer sind, ausser den ganz Reichen und Hotelbesitzern, alle.

Für jene, die bis jetzt noch nicht ihren Monitor bekotzt haben, habe ich noch ein Bild. Leider keins von Rösler, aber von einem anderen, dessen ebenfalls blöder Gesichtsausdruck sein Markenzeichen ist. Einfach ausdrucken, im Büro oder zu Hause aufhängen und mit Gegenständen eurer Wahl bewerfen.

gelber Sack, Prototyp

dfo

Geht es nach dem Willen von Noch-Gesundheitsminister Rösler, sollen Krankenkassen künftig bei selbstverschuldeten Autounfällen nicht mehr für die Behandlung aufkommen. Die dennoch anfallenden Kosten für selbstverschuldete Unfälle, sollen von der Kfz-Haftpflichtversicherung oder einer anderen zusätzlichen Versicherung getragen werden. So liessen sich jährlich bis zu 500 Millionen Euro sparen. Dass auf der anderen Seite dann die Beitragsprämien steigen und sich besonders junge Fahranfänger oder Geringverdiener die Pflichtversicherung nicht mehr leisten können und somit in ihrem Recht auf Freizügigkeit eingeschränkt werden, steht ausserhalb von Röslers Betrachtungen.
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Kopfpauschale

...oder Kopfprämie?

Kopfpauschale

Nach dem Beinaheabschuß des guttenbergschen Hubschraubers über Afghanistan versucht nun auch Spaßvogel, äh Außenminister Westerwelle sein Glück am Hindukusch. Dabei ist es gar nicht mehr nötig Deutschlands Freiheit dort zu verteidigen. Vielmehr ist jener gebeutelte Teil der Welt nun zum Aufmarschplatz von Polit-Schranzen und solchen die es gern wären, verkommen.

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Den alten Orwell hätts gefreut. Im Land der Dichter und Denker hat man sein Werk wohl recht aufmerksam gelesen und verinnerlicht. Diesen Eindruck kann man, angesichts des Starts der neuen Regierung, jedenfalls bekommen.
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